Mit Prüfungsangst umgehen

Die Prüfung steht bevor, du schwitzt und zitterst schon bei dem Gedanken an die Prüfung,..

Read more

Mit Prüfungsangst umgehen

Die Prüfung steht bevor, du schwitzt und zitterst schon bei dem Gedanken an die Prüfung, dein Magen fühlt sich an wie ein Stein, dein Mund ist trocken, du hast einen Kloß im Hals. Wir geben zu, das ist keine einfache Situation. Deshalb muss eine Lösung her, denn einen Blackout wäre abslolut unschön, wenn der Tag da ist.

Lampenfieber oder Angst?

Im Prinzip hat fast jeder ein gewisses Maß an Lampenfieber oder Angst, wenn er sich einer Prüfung gegenüber sieht. Das ist ganz normal und oft sogar hilfreich, wenn es sich im Rahmen bewegt. Das Adrenalin macht uns hellwach, wir stehen unter Hochspannung und können im besten Fall über uns hinauswachsen. Wäre die uns die Prüfung egal, würden wir möglicherweise noch einschlafen und nicht alles zeigen, was wir können. Wenn die Angst aber über ein erträgliches Maß hinausgehen, musst du etwas unternehmen. Abgesehen davon, dass du dann im Kopf blockiert bist, ist es auch körperlich und mental nicht gesund, so unter Stress zu stehen.

Mache dir positive Gedanken

Auch, wenn es schwer klingt, du solltest dir selbst gut zureden. Positive Gedanken bremsen den Stress. Male dir nicht aus, was alles Schreckliches passieren könnte, sondern sage dir, wie schön es wird, wenn du die Prüfung bestehst. Vor deinen Augen läuft mit Sicherheit im Vorfeld ein Film ab. Zwinge dich, das Drehbuch im Kopf zu schreiben – und zwar mit einem Happy End! Sage dir, dass auch ein Fehler nicht das Ende ist.Wenn du eine Antwort in der Prüfung nicht weisst, atmest du tief durch und gehst zur nächsten Frage über. Du bist der Akteur in deinem Film, in dem du selbstsicher vor dem Prüfer stehst und am Ende mit stolzgeschwellter Brust den Saal verlässt. Du bist ruhig geblieben, hast konzentriert, ausführlich und überzeugend geantwortet. Suggeriere dir das immer wieder, am besten mehrmals täglich. Deine Symptome werden sich bei den positiven Gedanken schon merklich bessern.

Entspanne dich

Wenn du Prüfungsangst hast, werden in deinem Körper Stresshormone ausgeschüttet. Die kannst du drosseln, indem du dir Entspannungstechniken aneignest. Atme tief ein und dann wieder aus, am besten für zehn Sekunden. Zähle die Sekunden im Kopf mit und atme auf diese Weise fünf Minuten lang bewusst und langsam weiter. Schnell wirst du merken, dass sich deine Anspannung auflöst. Bist du entspannt, kannst du keine Angst mehr haben, das ist körperlich gar nicht möglich. Es gibt viele Entspannungstechniken, die dich in diesen Zustand versetzen. Schaue mal nach der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson. Du wirst sicher eine Technik finden, die sich für dich gut eignet. Eine Tasse Baldriantee hat übrigens auch noch nie geschadet. Lasse aber bitte die Finger von Medikamenten. Solltest du mit den genannten Methoden deine Prüfungsangst nicht auf ein gesundes Maß herunterschrauben können, sprich lieber mit deinem Hausarzt. Dieser kennt dich und deine Vorgeschichte und wird dich notfalls an die richtige Adresse überweisen.

Wie du siehst, ist die Schwelle vom normalen und nützlichen Lampenfieber zur handfesten Prüfungsangst ziemlich niedrig. Wichtig ist, dass du rechtzeitig mit den Vorbereitungen beginnst, um alles in normale Bahnen zu lenken.